Tombeau des Hohenstaufen
Monastère de Lorch

lundi, 14. septembre 2020

Monastère de Lorch | Visites guidées et visites spéciales „Unvergessen“: Erinnerungskultur im Kloster Lorch

Nicht einmal hundert Jahre waren die Staufer in Kloster Lorch präsent. Dennoch prägte die Kaiserdynastie aus Schwaben mit ihrem legendären Ruf die Geschichte des Klosters, seine Rolle und seine Wahrnehmung über die folgenden acht Jahrhunderte – bis heute. Wie noch heute an die Klosterstifter und die Mönche erinnert wird, können die Gäste bei der Sonderführung „Unvergessen“ im Rahmen des Themenjahrs 2020 „Unendlich schön. Monumente für die Ewigkeit“ am Sonntag, den 20. September um 15 Uhr erfahren. Eine telefonische Anmeldung unter +49(0)71 72. 92 84 97 ist unbedingt erforderlich.

DIE STAUFER ALS KLUGE STIFTER

Um 1100 gründeten Herzog Friedrich von Schwaben und seine Frau Agnes von Waiblingen mit ihren Söhnen Friedrich und Konrad ein Benediktinerkloster in Lorch. In der Gründungsurkunde wird der Zweck der Stiftung genannt: „Zu unserem und unserer Vorfahren Seelenheil“. Das Kloster wurde zum religiösen Zentrum in der Region. Davon zeugen die Grabmäler des regionalen Adels wie die der Familie von Woellwarth in der Kirche. Von Reichtum und Macht des Klosters berichten die Grabmonumente der Lorcher Äbte.

ORIENTIERUNG NACH ITALIEN

Die Orientierung der staufischen Könige und Kaiser nach Italien drängte Lorch schnell an den Rand der Ereignisse. Die bekanntesten in Lorch begrabenen Staufer sind Herzog Friedrich selbst und später dann Königin Irene aus Byzanz. Alle weiteren Stauferherrscher liegen nicht in Lorch bestattet. Dennoch erinnerte man sich auch Jahrhunderte danach an die Gründung als Grablege der legendären Herrscherfamilie. Das auffälligste Zeichen ist die Staufertumba, die Abt Nikolaus Schenk von Arberg 1475 in Auftrag gab. Mit dem repräsentativen Grabdenkmal im Mittelschiff und dem Staufergedenktag am 2. September erinnerten die Mönche an den Ursprung des Klosters – die Besinnung auf die Stifter sollte ihren Reformwillen stärken.

STAUFER-GEDENKEN

Im 19. Jahrhundert begeisterte man sich für die oströmische Kaisertochter Irene von Byzanz. Verheiratet mit König Philipp von Schwaben starb sie 1208 im Kindbett auf der Burg Hohenstaufen und wurde in Lorch begraben. Schon der Minnesänger Walther von der Vogelweide hatte ihr um 1200 ein Gedicht gewidmet. Im 19. Jahrhundert erwachte das Gedenken wieder: 1898 wurde eine Tafel für sie in der Klosterkirche enthüllt. Im 20. Jahrhundert nutzten die Nationalsozialisten die Staufertradition und planten den Umbau des Klosters zu einer nationalsozialistischen Gedenkstätte, die letztendlich nicht umgesetzt wurde. Zum 900-jährigen Gründungsjubiläum im Jahr 2002 entstand das Rundbild im Kapitelsaal, das mit vielen Figuren die farbenprächtige Geschichte der Staufer von der Schwäbischen Alb bis Süditalien bietet: Ihr Mythos lebt bis in die Gegenwart.

 

ERINNERUNGSKULTUR IM KLOSTER

Einen eindrucksvollen Blick auf die besondere Erinnerungskultur im Kloster Lorch können Besucherinnen und Besucher bei der Sonderführung „Unvergessen“ im Rahmen des Themenjahrs „Unendlich Schön. Monumente für die Ewigkeit“ auch vor Ort erhaschen! Der Rundgang am Sonntag, den 20. September um 15 Uhr führt zu den Monumenten der Äbte, den eindrucksvollen Grabmälern regionaler Adelsfamilien – und vor allem zur berühmten Staufertumba. Egal ob frommer Geistlicher oder stolzer Ritter – auch die Menschen des Mittelalters wollten in Erinnerung bleiben. Eine telefonische Anmeldung unter +49(0)71 72. 92 84 97 ist unbedingt erforderlich.

 

DIE IDEE DER UNENDLICHKEIT

„Unendlich schön. Monumente für die Ewigkeit" – das ist der Titel des aktuellen Themenjahres der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg. Über alle Zeiten wollten Menschen Spuren hinterlassen, die ihr eigenes Leben überdauern sollten. Sie strebten nach einer ewigen Schönheit im Rahmen der Kunst und zum Ruhme der Familie. Schlösser, Klöster, Gärten und Burgen von der Zeit der Kelten bis in die Gegenwart sind Zeugen dieser Sehnsucht nach Schönheit und Ewigkeit und strahlen noch heute im alten Glanz. Das Themenjahr wirft mit vielen Veranstaltungen einen Blick auf die Thematik der Vergänglichkeit und macht die unendliche Schönheit der Monumente erfahr- und erlebbar.

 

 

Service und Information

Sonntag, 20.09.2020, 15:00 Uhr

Unvergessen

Erinnerungskultur im Kloster Lorch

Sonderführung mit Lorcher Gästeführer

 

Dauer: 1 h

Weiterer Termin: Sonntag, 18. Oktober 2020, 15:00 Uhr

 

KARTENVERKAUF UND TREFFPUNKT

Klostershop

 

PREIS

Pro Person 5,00 € zzgl. Eintritt

 

EINTRITT

Erwachsene 5,00 €, Ermäßigte 2,50 €, Familien 12,50 €

 

HINWEISE

Geeignet für Erwachsene und Familien mit Kindern ab 10 Jahren.
Die Führung ist barrierefrei. Maximal 25 Teilnehmer

 

Eine Anmeldung ist erforderlich.

 

INFORMATIONEN UND ANMELDUNG  

Kloster Lorch – Touristikbüro und Stauferfalknerei

Klosterstraße 2, 73547 Lorch

Telefon +49(0)71 72.92 84 97

info@kloster-lorch.de

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